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Wer entscheidet die Personaleinstellung

Aktualisiert: Apr 24

In der Personaleinstellung spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle. Dass letztendlich das Bauchgefühl entscheidet, unterstreichen viele. Doch können wir uns wirklich auf das Bauchgefühl verlassen? Was sich richtig anfühlt, muss nicht immer richtig sein.


Die Einstellung neuer Mitarbeitender hat grundsätzlich eine weitreichende Bedeutung, weil sie die künftige Funktion, das Team und Unternehmen beeinflusst. Aus diesem Grund lohnt es sich, nebst den formalen Anforderungen wie fachliche Kompetenz, Methodenkompetenz, Sozial- und Führungskompetenz auch die Persönlichkeit des künftigen Mitarbeiters zu beleuchten.


Zusätzlich ist es aus Unternehmersicht lohnenswert, die Gedanken in Richtung Zukunft schweifen zu lassen. Fragen zu stellen, welche künftigen Kompetenzen benötigt werden, damit ein Team oder Unternehmen für die Zukunft gerüstet ist? Sich zu fragen, welche Persönlichkeit gut fürs Team oder Unternehmen ist. Die künftige Zusammenarbeit ist entscheidend für den Erfolg des Teams und des Unternehmens.


Zu Beginn des Prozesses kann der Wunsch nach einem Klon des früheren Mitarbeitenden zentral sein. Allfälliges "Fehlverhalten" der bisherigen Person sollte künftig auch nicht mehr vorhanden sein. Es gibt viele Wünsche und Anliegen, die es durchaus lohnt, zu beleuchten. Wenn alle vordergründigen Wünsche an die Persönlichkeit und die fachlichen Anforderungen an die Vision des Unternehmens angeglichen worden sind, beginnt der eigentliche Rekrutierungsprozess. Oftmals tauchen gewisse Fragen auch erst im Laufe des Prozesses auf.


Aus meiner Erfahrung lohnt sich diese Auseinandersetzung immer, um eine Fehlbesetzung oder künftige Frustration zu vermeiden. Es gehört zum Bewusstseinsprozess, die fachlichen und formalen Anforderungen mit denen der Persönlichkeit des Kandidaten zu kombinieren.


Die ersten Sekunden eines Gesprächs entscheiden über Sympathie oder Antipathie. Ganz einfach gesagt, die Chemie stimmt oder eben nicht. Verlässt man sich schon zu Beginn auf dieses Bauchgefühl, sprechen wir von Halo-Effekt. Dieser Effekt bewirkt eine unbewusste Beeinflussung des Gesprächs, so dass die Person nicht mit der nötigen Neutralität betrachtet wird.


Dies läuft unbewusst ab, so dass wir dazu neigen, intuitive Entscheidungen zu rationalisieren und zu begründen. Sympathie hat viel mit Ähnlichkeit zu tun. Deshalb ist nicht immer das, was sich richtig anfühlt, auch das Richtige.


Unser inneres Gefühl für Richtig und Falsch wird in einem hohen Maß durch das bestimmt, was wir gewohnt sind. Für einen Schnelldenker fühlen sich schnelle Entscheide richtig an. Eine Person, der umsichtige Entscheide wichtig sind, schläft lieber nochmals darüber. Das kann sich für den Schnelldenker falsch anfühlen.


An dieser Stelle ist eine gesunde und ehrliche Portion Selbstkenntnis nötig, um das eigene Bauchgefühl richtig einzuschätzen. Ein erfahrener Recruiter unterstützt den Entscheidungsprozess indem er die Neutralität wahrt, die richtigen Fragen stellt.


Bei ganzheitlicher Betrachtung einer idealen Stellenbesetzung relativiert sich das Bauchgefühl und wird dann einem wertvollen Aspekt des Entscheidungserfolges. Also weg vom reinen Bauchgefühl hin zu ganzheitlichen und umsichtigen Entscheiden.

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